Aktuell

Archäologiefund: Ein goldener Ring im Challnechwald

10.03.2020.  Im Rahmen der Rettungsgrabungen haben die Fachleute des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern einen 2500 Jahre alten, goldenen Ohrring gefunden. Mehr dazu in den folgenden Zeitungsberichten:

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Bieler Tagblatt (7.3.2020)
«Ein Ring aus Gold im Fürstengrab»
Bieler Tagblatt 20200307.pdf
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DER BUND (7.3.2020)
«Der goldene Ohrring von Kallnach»
BUND 20200307.pdf
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Berner Zeitung BZ (7.3.2020)
«Weshalb Keramikscherben wertvoller sind als Goldschmuck»
BZ 20200307.pdf
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Belagseinbau auf der neuen Güterstrasse zur Kiesgrube Challnechwald

12.12.2019.  Am Dezember 2019 führte das Bauunternehmen Weibel AG die Belagsarbeiten für die neue Güterstrasse zur Kiesgrube Challnechwald aus. Bei den umfangreichen Arbeiten wurden mit 15 Lastwagen rund 1700 Tonnen Asphaltbelag mit 100 % Recycling-Anteil verwendet. Dieser hohe RC-Anteil ist ein weiteres Pionierprojekt von Hurni und ein Commitment für die Wiederverwertung von wertvollen Rohstoffen.

2019 stand im Zeichen von Natur und Archäologie – 2020 beginnt Kiesabbau

12.12.2019. Bis in einer neuen Kiesgrube der eigentliche Kiesabbau beginnen kann, sind umfangreiche Vorbereitungsarbeiten und flankierende Massnahmen nötig – auch im Challnechwald. So stand das Jahr 2019 im Zeichen umfangreicher Arbeiten im Bereich Archäologie sowie beim Natur- und Landschaftsschutz. Damit erfüllt die Hurni Kies- und Betonwerk AG wesentliche Bedingungen für den Kiesabbau, der nun im Jahr 2020 richtig beginnen soll.

 

Die Überbauungsordnung Kiesgrube Challnechwald, welche die Gemeinde Kallnach erlassen und der Kanton Bern genehmigt hat, enthält zahlreiche strenge Bedingungen, welche von der Grubenbetreiberin erfüllt werden müssen. Darunter fallen unter anderem die Bestimmungen für die Bereiche Wald und Archäologie. Die Firma Hurni hat sich nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und grosse Sorgfalt gegenüber Natur und Umwelt schon seit langem auf die Fahne geschrieben. So ist es selbstverständlich, dass diese Vorgaben optimal erfüllt werden, selbst wenn sich dadurch wie aktuell in der Kiesgrube Challnechwald der eigentliche Kiesabbau leider verzögert.

 

Aufwendige Aufforstungsmassnahmen

In der Abstimmungsbotschaft vom 26. November 2016 ist zum Thema Wald unter anderem Folgendes festgehalten: «[…] Wald: Der Wald muss auf total 16 ha gerodet werden. Obwohl dieser Perimeter dereinst wieder vollständig zu Wald wird, muss wegen der teilweise langen Dauer für eine Fläche von rund 6 ha ausserhalb des Perimeters Rodungsersatz geleistet werden. Vorgesehen sind eine Aufforstung von 1.6 ha beim Aspiwäldli sowie zwölf Massnahmen zugunsten von Natur- und Landschaftsschutz innerhalb und ausserhalb des Waldes […]»

Der Arbeitsaufwand und der Maschineneinsatz für die Aufforstungsfläche Aspiwäldli nahmen 2019 einen grossen Teil der Projekt-Kapazitäten in Anspruch. Insgesamt wurden bereits 30'000 m2 Aufforstungsfläche erstellt.

 

Eigentlicher Kiesabbau ab 2020

Als Folge des grossen Aufwands rund um die Wiederaufforstung im Aspiwäldli und der  Bodenverbesserung auf der Parzelle Nr. 123 mussten andere Arbeiten verschoben werden. Kies wurde 2019 erst sehr wenig abgebaut. Anfang Dezember 2019 erfolgte der Belagseinbau, damit 2020 der Kiesabbau richtig beginnen kann.

 

Grosses Interesse für Archäologie

Auch betreffend Archäologie sind zahlreiche Vorgaben einzuhalten und Massnahmen zu treffen. In der Abstimmungsbotschaft war unter anderem festgehalten: «[…] Mehrere Grabhügel aus der Hallstattzeit sind seit Langem bekannt. Wie Prospektionen in den letzten Jahren ergaben, ist mit zahlreichen weiteren Relikten aus verschiedenen Epochen – von der Hallstattzeit bis ins Mittelalter – zu rechnen. Die kulturhistorische Bedeutung der archäologischen Fundstellen wird als hoch eingeschätzt. Die archäologischen Stätten werden vor dem Abbau vollständig ausgegraben. […] »

Zwischen 2018 und voraussichtlich 2028 begleitet der Archäologische Dienst des Kantons Bern den Kiesabbau im Challnechwald. Ab 2019 erfolgen Rettungsgrabungen im Bereich der bekannten sowie der neu entdeckten Grabhügel und von weiteren Strukturen. 

Archäologischer Abendspaziergang am 11. September 2019

Am Mittwoch, 11. September 2019 fand im Challnechwald ein öffentlicher archäologischer Abendspaziergang statt. Rund 120 Leute folgten den Ausführungen der Grabungsverantwortlichen des Archäologischen Dienstes, Alexandra Winkler (wissenschaftliche Grabungsleiterin), Andrea Schaer (Leiterin Ressort Frühgeschichte und römische Archäologie) sowie Pascal Zaugg (technischer Grabungsleiter). Organisiert wurde der Anlass vom Burgerrat Kallnach und vom Archäologischen Dienst.

 

Suche nach weiteren kleineren Gräbern

Im Mittelpunkt der Grabungen standen im Oktober drei Nachbestattungen. Innerhalb des Grabhügels wurden im Nachhinein noch weitere Personen bestattet. Das bedeutet, dass im Schutt des Grabhügels neben der Hauptgrabkammer noch einige andere – kleinere – Gräber existieren. Ihre genaue Anzahl ist noch nicht bekannt. Einige dieser Nachbestattungen enthalten auch Grabbeigaben. Vor diesen archäologischen Arbeiten wurde der Schutt der Altgrabung aus dem 19. Jahrhundert geleert. Dabei wurde klar, dass damals nicht die ganze Hauptgrabkammer ausgegraben worden war. Weitere Erkenntnis sind zu erwarten, sobald die ganze Hauptgrabkammer zu sehen ist. Wegen schlechter Witterung mussten die Arbeiten im Aussenbereich während mehrerer Wochen eingestellt werden. Ein zusätzliches Zelt wird weiterführende Arbeiten ermöglichen. Gleichzeitig haben die Archäologinnen und Archäologen eine neue Form der digitalen Dokumentation entwickelt und getestet. Damit können Zeichnungen direkt auf auf einem Tablet digital erstellt werden.

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Flyer Abendspaziergang Archäologie
Flugblatt_Abendspaziergang ADB und BG_11
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Zeitungsartikel «Der Bund», 13. August 2019

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Der Bund, 13. August 2019, «Die Totenstadt im Wald»
Die Totenstadt im Wald Der Bund.pdf
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2019 wird erstmals Kies abgebaut

2019 stehen insbesondere im Bereich Chäppeli zahlreiche Bauarbeiten an. Der künftige Installationsbereich umfasst die Radwaschanlage, die Waage sowie Plätze für Container inkl. Notstromaggregat. Im Laufe des Jahres soll dann das erste Kies aus dem Challnechwald in die regionale Versorgung geführt werden. Auch auf archäologischer und ökologischer Seite ist alles im grünen Bereich. 

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Übersichtsplan Bauphase
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